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Tag 6: Milano - Dobbiaco (Toblach)

Es blieb nach meiner Ankunft in Mailand nicht lange trocken. Ursprünglich hatte ich überlegt noch weiter auf der Autobahn durchzufahren. Dafür sprach, das noch trockene Wetter gestern Abend und der ruhige Verkehr. Um diese Zeit waren fast nur mehr Lastkraftwagen unterwegs. Es gab also keinen Stau in der Metropole. Doch wo sollte ich dann ein Zimmer finden? Angenehm bleiben 2 Dinge in Italien. Zum einen die Anzeigen von Hotels entlang der Autobahn, zum anderen die Anzeige der Spritpreise bei den kommenden Abfahrten. Dennoch hatte ich Rast gemacht und der Preis des Zimmers war mir letzten Endes auch fast egal. Einen halben Tag im Regen forderten dann geradezu eine trockene Bleibe.

Der Regen ließ nicht lange auf sich warten, doch war das was jetzt „runter“ kam harmlos, geradezu ein lauer Frühlingsregen gegen das, was mich noch erwarten sollte. Ich konnte den Eisbären noch im trockenen beladen. Welch ein Glück. Irgendwie haben die Italiener scheint es das Wort Regen zwar nicht aus dem Vokabular gestrichen, jedoch scheint es aus jeglicher architektonischer Planung. Nirgendwo gibt es Unterstände und auch das Vordach des Hotels, das sehr neu schien reichte gerade mal so weit, den äußersten Zipfel des Bordsteines zu sichern. Auf den Tankstellen das gleiche Drama.

Also los durch den Stau der Metropole. Der Regen ließ nicht lange auf sich warten, doch das Regenzeug war schon angezogen. Also keine Sorge. Inzwischen hatte ich mein Kleingepäck auch für Regenfahrten optimiert. Wer weiss, warum es im Regenzeug fast nie ausreichende und wirklich dichte Taschen gibt? Richtung Venedig ging es. 289 Km wurden bis Venedig angezeigt. Nach einem Tanken sollte dieses Ziel auf der Autobahn auf jeden Fall zu erreichen sein. Zwei Optionen standen offen: Verona / Brenner oder Venedig / Tarvis. Nach den Informationen des italienischen Wetterdienstes bewegte sich die Front Richtung Nordosten. So oder so erwartete mich Regen. Kurz vor Verona machte ich noch einmal Rast. Die Raststelle hatte selbstverständlich auch hier keinen Unterschied. Glücklicherweise war gerade der Kompressor der Flüssiggas-Anlage kaputt gegangen und diese Zapfsäulen dementsprechend „gesperrt“ und geschlossen. Der Tankwart bot mir an, dort Pause machen zu können. Jede nur irgendwie regengeschützte Fläche war mir irgendeinem Nippes vollgestellt, den die Pächter wohl des Zugewinnes wegen dort feilboten.

Weiter auf der Fahrt kam ich dann an Verona vorbei und entschied mich die kürzere Strecke über Tarvis zu nehmen. Das war der Anfang einer Odyssee. Kurz vor Venedig gibt es noch eine Tankstelle. Dann folgt ein relativ langes Tankstellenloch. Just beim vorbeifahren an dieser Tankstelle schlug die Tankanzeige an. Ob ich die Distanz zur nächsten schaffen würde, war nicht sicher. Also runter von der Bahn. Am Casello, der Mautstelle, fragte ich nach der nächsten Tankstelle. Ich war zu der Zeit allerdings schon vom Regen in die Traufe gekommen. Das war mir auf der Autobahn noch nicht so aufgefallen. Es hatte auch gerade begonnen wie aus Eimern zu Regnen. Der Weg zur Tankstelle über die Bundesstraße war beschwerlicher als das Fahren auf der Autobahn. Überall stand das Wasser und bei der Tankstelle konnte ich sehen, dass das Wasser auf den Feldern um die 20 cm stand. Ich stellte mich auf dem privaten Parkplatz des Tankwartes mit dessen Erlaubnis unter um ein bisschen zu „verschnaufen“. Bei einem kurzen Gespräch erfuhr ich, dass es seit ½ 4 Uhr Morgens in dieser Intensität regnete. Vielleicht wäre es doch gut gewesen Nachts durchzufahren? Allerdings war ich am Vortag schon seit 10:30 am Motorrad und hatte zwei Pässe, den einen bei 5,2 Grad, den zweiten bei 1,2 Grad hinter mich gebracht. Es wäre also kaum eine gute Idee gewesen. Also weiter.

Bei der Rückkehr auf die Autobahn habe ich dann die falsche Richtung erwischt. Ich wollte ja nicht nach Triest, doch leider wäre es die richtige Richtung nach Tarvis gewesen. Warum die Italiener mit der Beschilderung derart geizen bleibt mir ein Rätsel. Jedenfalls war ich nun Richtung Belluno auf dem geraden Weg nach Norden unterwegs. Da hätte ich auch gleich über den Brenner fahren können :-( Immerhin ließ die Stärke des Regens nach. Nach den gerade mal 57 Km Autobahn musste ich über die Bundesstraße nach Cortina. Ich hatte mir das einfacher gedacht, aber schon ganz durchnässt bis auf das T-Shirt bei 10 Grad und Schleichern, waren die paar Kilometer nach Cortina dann doch recht lang. Selbst die Handschuhe unter den Stulpen waren vollkommen durchnässt. Es hatte ja nicht geregnet, ich bin mehr oder weniger unter Wasser gefahren und eine Skuba Ausrüstung hatte ich leider nicht mit.

In Cortina kurz noch einmal einen trockenen Platz suchen. Ein Sonnenschirm eines Restaurants musste herhalten. Der letzte Pass der Tour stand bevor um Richtung Toblach und weiter Richtung Lienz zu kommen. Es war allerdings schon 18:30 und es war klar, dass ich es nicht so weit schaffen würde. Also den Passo delle tre croci  bei 8 Grad rüber. Ich war allein unterwegs und so war es mir egal wie ich um die Kurven gurkte. Einen Schönheitspreis brauchte ich heute nicht mehr und gar Geschwindigkeitsrekord wollte ich ohnehin nicht mehr hinlegen. In Toblach angekommen nahm ich das „erstbeste“ Zimmer. Ich packte nur das allernötigste aus und duschte erst einmal eine halbe Stunde. Die Wirtin hatte noch nicht eingeheizt. Es gab allerdings einen Heizraum in dem die Warmwasserrohre verliefen. Sie erklärte sich bereit meine Kleidung dort zum Trocknen aufzuhängen. Eine Notlösung, aber immer noch besser als morgen in kaltes, nasses Zeug zu steigen. Das die Stiefel nicht mehr trockenen würden war von vornhinein klar. Doch das andere Zeug wurde doch ganz gut trocken. Am Abend gönnte ich mir dann ein 4 Sterne Menue :-) im Restaurant gegenüber. Das Zimmer war günstig und das Budget ließ es zu.

Frankreich 2009

Tag 1: Wien - Innsbruck

Tag 2: Innsbruck - Feldkirch

Tag 3: Feldkirch - Martigny

Tag 4: Martigny - Bourg St. Maurice

Tag 5: Bourg St. Maurice - Milano

Tag 6: Milano - Dobbiaco (Toblach)

Tag 7: Dobbiaco (Toblach) - Wien



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